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Interview mit Christoph Tillmann

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  • Für alle Löwenzahn Fans, die jetzt nichts mit Ihrem Namen anfangen können, würden Sie sich kurz vorstellen und etwas über Ihre Arbeit erzählen?

C.T.: Ich heiße Christoph Tillmann, bin 35 Jahre alt, lebe in Wiesbaden und illustriere seit fast zehn Jahren für Löwenzahn. Während meines Architekturstudiums in Darmstadt haben sich zunächst studienbegleitend kleine Projekte für die ZDF-Redaktion ergeben. Die Arbeiten wurden mit der Zeit immer umfangreicher und hatte somit das große Glück, mir meine Zeichentätigkeit zum Beruf machen zu dürfen.

 

  • Seit wann zeichnen Sie / Illustrieren Sie für Löwenzahn Produkte?

C.T.: 1998 habe ich das erste Bild für die Löwenzahn-Redaktion gezeichnet.

  • Wissen Sie wieviele Löwenzahn Artikel Sie mit Ihrer Arbeit verschönert haben?

C.T.: Zu den großen Projekten zählen das "Tour-Natur-Buch" (Terzio-Verlag), Tournatur Buchviele Löwenzahn-Mini-Bücher zu verschiedenen Themen (Nelson-Verlag), Wissensbücher (Xenos-Verlag), die Neugestaltung des Bauwagens 2006 (ZDF, studio.tv.berlin),Löwenzahn-Sammelkarten (Atlas-Verlag),Bauwagen-Animation (Pilotfilm 2006, studio.tv.berlin),Trickfilmtrommel (versch. Ausstellungen),sowie Poster, Plakate, Turnbeutel, Aufkleber, Bastelbögen, ...mittlerweile schlummern knapp 2.000 Einzelillustrationen in Mappen und Ordnern...

  • Machen Sie "nur" Illustrationen für Produkte oder zeichnen Sie auch Comics?

C.T.: Meine bisherigen Schwerpunkte liegen im Bereich Buchillustration, Kalender, Plakate, etc. Hier liegt der Bildwitz häufig innerhalb nur eines Motivs. Das macht die Aufgabe kniffelig und sehe darin immer die größte Herausforderung.

 

 

  • Wie sind Sie zum Zeichnen gekommen?

C.T.: Ein weißes Blatt Papier blieb bei mir schon in frühesten Kindertagen nie lange weiß. Während meines Studiums der Architektur konnte ich verschiedene Darstellungstechniken ausprobieren.

Leider gehen im Berufsleben als Architekt sehr häufig diese Zeichenfähigkeiten verloren, da klassische Darstellungsmethoden (Bleistift, Aquarell, Filzstift und Freihandperspektiven) nicht mehr zeitgemäß erscheinen und der Auftraggeber naturalistische Renderings fordert.Diese Darstellungen sind grandios, aber es erschien mir wichtig die Handzeichnung nie aufzugeben, sondern zu stärken und auszubauen.

 

  • Sind der Maulwurf und der Rabe Ihr Markenzeichen ?

(Sie tauchen bei jedem Produkt mit Ihren Zeichnungen auf)

C.T.: Gut beobachtet! Der Rabe hatte mal eine kleine Nebenrolle und ist mir seitdem irgendwie ans Herz gewachsen. Da vermittel ich gerne mal auch kleine Zeichenmotiv-Hauptrollen! Das freut den Raben, der noch gar keinen Namen hat!

  • Zeichnen und kolorieren Sie per Hand und scannen dann alles ein oder wie arbeiten Sie?

C.T.: Sämtliche Zeichnungen sind Handzeichnungen. Diese entwickeln sich in verschiedenen Stadien. Ersten Bleistiftskizzen folgen genauere Bleistiftzeichnungen, diese werden in Tuschezeichnungen übertragen und dann (bislang) mit Aquarellfarben coloriert. Erst das fertige Bild wird gescannt und für den Druck aufbereitet. In Zukunft wird am Rechner coloriert, die Handzeichnung bleibt aber in jedem Falle erhalten. 

  • Was haben Sie neben Löwenzahn noch so alles gemacht ?

C.T.: Im Bereich Illustration bin ich auch immer wieder Gastillustrator in Schulbüchern (Diesterweg-Verlag). In meinem "Doppelleben" als Illustrator bin ich aber auch als Architekt tätig.

  • Haben Sie schon einmal mit Frau Petrauskaite zusammengearbeitet, die ja z.B. die Illustrationen für das Löwenzahn Magazin macht.

C.T.: Das Löwenzahn-Monatsheft ist ein eigenständiger Arbeitsbereich, in dem ich nicht mitwirke. Deswegen ist es hier bislang noch nicht zu einer Zusammenarbeit gekommen.

Vielen Dank Herr Tillmann.